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Luther
Deutschland 2002/2003, Spielfilm

Joseph Fiennes

Regie Eric Till
Drehbuch Camille Thomasson; Bart Gavigan
Kamera Robert Fraisse
Musik Richard Harvey
Darsteller
Joseph Fiennes Martin Luther
Jonathan Firth Girolami Aleandro
Alfred Molina Johann Tetzel
Claire Cox Katharina von Bora
Peter Ustinov Prinz Friedrich der Weise
Bruno Ganz Pater Johann von Staupitz
Uwe Ochsenknecht Papst Leo X.
Mathieu Carrière Kardinal Jakob Cajetan
Benjamin Sadler Georg Spalatin
Jochen Horst Professor Andreas Karlstadt
Produktionsfirma NFP Teleart GmbH & Co. KG (Berlin)
Produzent Alexander Thies; Kurt Rittig; Dennis A. Clauss
Producer Brigitte Rochow; Christian P. Stehr
 

Inhalt

Eric Tills Film erzählt die Lebensgeschichte des kirchenkritischen Theologen Martin Luther, der Anfang des 16. Jahrhunderts mit der Verbreitung seiner Thesen die katholischen Kirchen-Oberhäupter in Aufruhr versetzte. Von Papst Leo X. exkommuniziert und von Kaiser Karl V. geächtet, wird Luther zum Ketzer erklärt. Auf der Wartburg, bei Friedrich dem Weisen, findet er Zuflucht. Im Volk finden seine Thesen derweil immer mehr Zuspruch. Daraus erwächst ein Aufstand, der weder in Luthers Sinn ist, noch eine Chance auf Erfolg hat. Die kampfbereiten Bauern werden von den Soldaten der Landesfürsten blutig niedergemetzelt. Trotz solcher Rückschläge geht für den idealistischen Luther der friedliche Kampf für die Reformation weiter.

Quelle: filmportal.de

Diskussionen

6 Gedanken zu “Luther

  1. Ich studiere Deutsch schon das vierte Jahr gründlich. Ich mag diese Sprache, dieses Land. Die Geschichte Deunschlands ist hinreissend und ergreifend. Einer der großen Deutschen in der Geschichte Deutschlands ist Martin Luther. Gerade hat uns Alexander Walentinowitsch über diesen Menschen einen Film angeboten.
    Der Film hat bei mir viele Emotionen und widersprüchliche Gefühle hervorgerufen. Dafür aber kenne ich mich jetzt in den Ereignissen Deutschlands jener Zeit ziemlich gut aus.
    Luther ist in die Geschichte des deutschen öffentlichen Gedankens als Persönlichkeit der Kultur, als Reformator der Bildung, der Sprache, der Musik eingegangen.
    Mich entzückt dieser Mensch vor allem durch die willenstarken Züge seines Charakters. Er sucht die Wahrheit. Sucht sich. Letzten Endes findet er Glück.
    Nur der starke Mensch kann gegen die Eltern gehen, um das Versprechen zu erfüllen, das er vor dem Gott gegeben hat. Er hat alle Prüfungen standgehalten, wurde von den Schwierigkeiten nicht zerbrochen, hat auf seine Worte nicht verzichtet, obwohl die Sache ihm sein Leben kosten könnte.
    Der Hauptgedanke der Thesen war es , dass die Priester keine Vermittler zwischen Menschen und Gott sind, sie sollen das Volk nur unterrichten und Vorbild für die wahrhaften Christen zu sein.
    Der andere Held des Filmes, der bei mir das Interesse hervorgerufen hat, ist Friedrich der Weise. Nicht umsonst hat man ihn so genannt. Er hat Martin geholfen. Hat seine Seite eingenommen (obwohl er selbst davon auch Vorteil hatte).
    Katharina von Bora ist auch eine wichtige handelnde Person. Sie symbolisiert viele mutige Frauen jener Zeit. Sie ist klug, angenehm und gleichzeitig lebenslustig. Diese Frau wurde zur Stütze für Luther.
    Der Film basiert auf wahren Begebenheiten. Luther und seine Anhänger haben dafür gesorgt, dass Deutschland religiöse Toleranz erkannte. Ich denke, dass jeder, der Interesse an Deutschland hat und die deutsche Sprache studiert, eine Menge Nützliches für sich bekommt,wenn er sich diesen Film ansieht.

    Verfasst von Wlada | 10.11.2010, 4:43 pm
  2. Liebe Wlada,
    Dein Kommentar zum Film überzeugt mich noch einmal, dass Filme im Deutschunterricht mehr Platz finden sollen. Es ist erstaunlich, wie gut du den Inhalt des Films verstanden hast, obwohl er sprachlich sehr hoch liegt und ein spezielles Thema behandelt. Super!

    Verfasst von Alexander Grintsevich | 10.11.2010, 8:23 pm
  3. Der Film von Eric Till, den er 2003 gedreht hat, erzählt über Martin Luther (1483-1546), den deutschen Theologen und den Gründer der protestantischen Reformation. Als ein Mönch der römisch-katholischen Kirche wird Luther nach dem Pilgern zu Rom im Katholizismus enttäuscht: er überzeugt sich, dass hier ein Ort des Profits und der Unzucht ist , mit dieser Kirche wird er das ganze bleibende Leben kämpfen. Der Film erzählt über den lutherischen Auftritt für die Menschen, der seinen Höhepunkt 1517 erreichte, als er 95 Thesen an die Türen der Kirche angeschlagen hat. Diese Thesen tadelten verschiedene Ordnungen der römisch-katholischen Kirche, besonders aber den Ablaßhandel – schriftliche Entschuldigung der Sünden, die die Sünder für den Preis, der der Stufe der Ernsthaftigkeit der Sünde entspricht, kauften. Im Film befiehlt der Haupt der katholischen Kirche Papst Leo X., den die Tapferkeit Luthers in Wut versetzt hat, ihn zu verhaften und völlig zu verbieten und alle Bücher, die von Luther und von seinen Anhängern geschrieben sind, zu verbrennen. Die Öbrigkeit der römisch-katholischen Kirche ist zu Luther schonungslos, sie erklärt ihn als Ketzer und später wird Luther exkommuniziert.
    Der Film hat mir nicht gefallen, aber ich begeistere mich für den Haupthelden wegen seiner Tapferkeit, Beharrlichkeit, die an Eigensinn grenzt, seiner Außerordentlichkeit. Es gab viele Professoren der Theologie aber nur einen solchen. Er sucht nach einem barmherzigen Gott und hilft auch anderen solchen Gott zu finden.
    Ich habe Luther so verstanden im großem Maße dank dem bemerkenswerten Spiel des Darstellers Joseph Fiennes. Es lohnt sich diesen Film allen anzusehen, die die deutsche Sprache studieren, weil Martin Luthers Tätigkeit die Herausbildung des einheitlichen Deutschen beeinflusst hat.

    Verfasst von Nadja | 11.11.2010, 4:44 pm
  4. Ehrlich zu sagen, ich weiß nicht so viel vom Helden dieses Filmes – Martin Luther.
    Martin Luther – einer der prominentesten Reformer der mittelalterlichen Kirche, der Schöpfer eines separaten Zweigs des Christentums – lutherisch.
    Eigentlich, gerade meine Liebe zu den historischen Filmen und der Wunsch, über diesen Menschen mehr zu erfahren haben mich auf die Durchsicht dieses Filmes eben veranlasst.

    Schon sehe ich Ihre Einwände voraus: man darf nicht die Geschichte nach den Filmen erlernen!

    Natürlich, es ist verboten – aber, eine interessante und nützliche visuale Vorstellung über diese Epoche und über solchen Menschen zu bekommen – ist es vollkommen möglich. Und eine der bequemsten Weisen es zu machen – sich den Film „Luther (die Leidenschaft nach Luther) anzuschauen»
    In diesem biographischen Film wenn auch schematisch, aber mit der großen Aufmerksamkeit zur Hauptsache wird das Leben Martins Luthers – des jungen Burschen beschrieben, dem, es scheint, bei weitem alles im Leben gelingt, und der, trotz dem Wunsch des Vaters, in die Priester geht.
    Auch hier scheint Martinsich zu bemühen, aber dennoch begeht er ernste Fehler während des Dienstes – gerade zusehends beim Vater.
    Und aufrührerisch sind die Gedanken, die ihm einfallen, die eben gar mit der Trennung von der Kirche drohen.
    Während der Fahrt nach Rom mit einer Nachricht an einen der Kardinäle, begann Luther zu erkennen, wie verwirrend und mehrdeutig, und vor allem – fern von Gott Kirche damals war – das System des Ablaßhandels, den Erwerb von zahlreichen „heiligen“ Reliquien und die Reinigung von allen Sünden für das Geld …
    Und allmählich wächst in der Seele des jungen deutschen Mönchs der Wunsch, solche Kirche zu haben, die mit dem Gott in der Seele sein soll, und nicht das System, das die ungebildeten Völker ganzen Europas gottlos manipuliert. Die Menschen wissen nicht, was in der Bibel in Wirklichkeit geschrieben ist, da das Latein nur den Priestern zugänglich ist…

    Ich denke, es gibt nicht so viele Filme mit der religiös-christlichen Thematik, die einerseits die Mehrdeutigkeit der Position der Kirche jener Zeit vorführen, und andererseits den Apologeten eines der Zweige des Christentums nicht wie fast Heiligen darstellen, sondern wie einen gewöhnlichen Menschen – mit Schwächen, Ängsten und Zweifeln.

    Im XXVI. Jahrhundert, wo die Inquisition nach wie vor stark war, ähnliche Gedanken auszusprechen bedeutete es, sich auf den Tod zu verdammen. Deshalb war es wirklich furchtbar und sehr kompliziert die wichtigen Lösungen in solcher Situation fassen zu können. Besonders wenn du nicht der Prophet, nicht der Heilige bist, sondern einfach der Mensch, dessen einziges Ziel – die Wahrheit zu suchen und von ihr den Menschen zu erzählen…

    Ein sehr würdiger Film, und dabei – eine der besten Rollen von Joseph Fiennes.

    Verfasst von Елена | 30.11.2010, 11:51 pm
  5. Im Deutschunterricht sahen meine Gruppe und ich den Film „Luther“.
    Dieser Film ist der Versuch einer biografischen Darstellung des Reformators Martin Luther. Durch „göttliche Fügung“, in Form eines schweren Unwetters, tritt der Jurastudent 1505 in das Augustinerkloster in Erfurt ein. Aufgrund seiner Zweifel an dem vorherrschenden Gottesbild beginnt er ein Theologiestudium in Wittenberg. Dort wird er später Inhaber eines Lehrstuhls für Religionswissenschaft. In seinen Vorlesungen greift er immer direkter die Kirche an. Im Vordergrund seiner Kritik steht der Ablass- und Reliquienhandel. Luthers Auseinandersetzung mit der Kirche enden in einem Eklat. In einem Gerichtsverfahren wird er als Ketzer verurteilt und muss auf die Wartburg fliehen. Dort verfasst er die erste deutschsprachige Bibel und leitet damit die Reformation ein.
    Die Darstellung des Protagonisten Luther, dargestellt von Joseph Fiennes, wirkt trotz überzeugender schauspielerischer Leistung oft unrealistisch und unglaubwürdig. Er wird als ein innerlich zerrissener Mensch gezeigt, mit starken Zweifeln gegenüber sich selbst und gegenüber des Vatikan. Die Szene, in welcher er als ironischer, humorvoller Theologiedozent auftritt, wirkt dadurch sehr antagonistisch.
    Das Auftreten der Nebendarsteller ist oft zusammenhanglos. Das Verhältnis von Luther zu Tetzel wird lediglich oberflächlich behandelt und geht nicht weiter in die Tiefe, obwohl diese Beziehung für die weitere geschichtliche Entwicklung wichtig ist.
    Da der Film primär die durch Luther entflammte Revolution thematisiert, wirkt das Auftauchen seiner späteren Frau – Katharina von Bora – unpassend. Es fügt sich nicht in die Geschichte der Revolution ein. Eine Bemerkung im Abspann, über den weiteren Verlauf seines Privatlebens, wäre passender gewesen.
    Die Szene, in welcher Luther sich vor dem Gericht für seine Schriften rechtfertigen muss, wirkt in der Wortwahl sehr pathetisch. Sätze, wie „hier stehe ich nun und kann nicht anders…“ findet man in vielen weiteren Dialogen wieder.
    Der Film erscheint als Gesamtwerk zu gespielt, zu aufgesetzt. Besonders deutlich wird es bei der Auswahl der Kulissen. Diese erheben Anspruch auf Authentizität, was ihnen allerdings nicht gelingt. Dass der Rasen im Mittelalter gemäht war, lässt zumindest begründete Zweifel aufkommen. Der Versuch, das Mittelalter darzustellen, wurde zu sehr von unserer heutigen Vorstellung des ausgehenden 15. Jahrhunderts geprägt. Auffällig sind besonders die reinlichen Gewänder der Darsteller. Sogar die Bettler wirken angemalt.
    Bei der Besetzung der Nebenrolle Friedrich der Weise wäre es weise gewesen, diesen Part nicht von Sir Peter Ustinov spielen zu lassen. Er konnte in dieser Rolle nicht überzeugen. Durch das lediglich kurze Auftreten der anderen Nebendarsteller bietet der Film ihnen keine Möglichkeit, sich in ihrer Rolle zu entfalten. Das ist ein weiterer Aspekt, welcher den Film oberflächlich erscheinen lässt.
    Das ist ein sehr interresannter Film. Ich rate euch diesen Film ansehen.

    Verfasst von Lina | 12.12.2011, 6:18 pm
  6. Der Film über Martin Luther gefiel mir sehr gut. Martin Luther war ein wahrer Christ. Er übersetzte die Bibel und schlug 95 Thesen an, die sehr vieles in der Welt änderten. Für seine Ideen war er bereit zu sterben.

    Verfasst von Xenya | 28.03.2012, 3:38 pm

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