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MMF 3

MMF3 Herbstkurs 2009 hat gestartet! Ich habe schon die Mitglieder meiner Gruppe und unsere Tutorin Karmelka Baric kennen gelernt: alles sehr nette Leute. Jetzt bin ich gerade dabei mein Blog einzurichten, das mir als Lerntagebuch dienen soll. Anders als im MMF 2 hat es diesmal bei WordPress.com ganz leicht funkzioniert, obwohl ich eine .ru Email-Adresse habe (im MMF2 musste ich mein Blog bei blogde einrichten). Ein gutes Zeichen!

2009 MMF3 Herbstkurs 1. Aufgabe: Die Portfolio-Arbeit kennen lernen

Informationen von den Webseiten„Kurzinfo bitte“ :Portfolio – eine Sammlung von Schülerarbeiten und Bewertungen, die das Wissen und Können des Schülers repräsentieren soll.

Arten des Portfolios: Leistungsmappe, Entwicklungsmappe, Repräsentationsmappe.

Wichtig: nicht die äußere Form des Portfolios, sondern der Erzeugungs-,  Auswahl-  und Bewertungsprozess (Reflektieren!!!).

Hannele Kara „Gesprächskultur im Klassenzimmer“ :

Portfolioarbeiten – eine Methode aus dem autonomen Lernen.
Wenn die Arbeitsform „Portfolio“ ganz neu für die Schüler ist, muss man mit Elementen der Methode in bestimmten Lernsituationen anfangen (z.B. im fakultativen Sprechkurs).
Hannele Kara gibt uns ein Beispiel für die praktische Umsetzung der obengenannten Thesen, das die Vorgehensweise zeigt, Vorteile der Portfoliobeurteilung im Vergleich zu mündlichen Tests aufdeckt und Bewertungsstufen- und Kriterien enthält.

Mehr positive als negative Erfahrungen:
– Portfolios eignen sich gut für die Leistungsfeststellung, die die Arbeit des gesamten Kurses mit einbezieht (prozessorientiert)
– die Portfoliobeurteilung gibt ein umfangreicheres und natürlicheres Bild von den Stärken und Schwächen der Sprtachenkenntnisse

– Förderung des kritischen Selbstbewusstseins über  eigene Rolle als aktiver Teilnehmer am ganzen Lernprozess

– stärkere Aktivität der Schüler

– Einbezieung auch schwächerer Deutschlerner
– Fortschritte auch im Bereich des sozialen Lernens
– Portfolios helfen dem Lehrer den Unterricht besser zu gestalten (Formulierung detaillierter Lernziele, Dialog zwischen dem Lehrer und den Schülern, Erprobung neuer Unterrichtsformen).

Reinhard Donath – „Portfolio-Praxis im Leistungskurs Englisch – school reality sometimes bytes“ :

Anhand von zwei Praxiserfahrungen kommt Reinhard Donath zu den Schlussfolgerungen:

  • Portfolio-Arbeit ist eine gute Methode für autonome Lernprozesse, die sich vor allem für internetgestützte Arbeitsphasen sehr gut eignet
  • Lernerinnen und Lerner brauchen ein größeres Spektrum an Methodenkompetenzen, so dass sie längere eigenständige Arbeitsphasen auch selbstständig organisieren können.  Konsequente Portfolio-Arbeit setzt ein konsequentes Training von Methoden autonomen Lernens voraus
  • Benotungskriterien müssen anders sein als in der herkömlichen Arbeit. Bestandteile der Bewertung sollten außer Inhalt und Sprache auch Präsentation, Methode, Reflexion und Evaluation sein
  • ein Fokus auf Lernerautonomie im Unterricht schließt einengende Rahmenbedingungen nicht aus: Lernerprotokolle, Zwischenberichte, Kurzpräsentationen erster Arbeitsergebnisse und eine Kontrolle des time-management sind für die Lernerinnen und Lerner sehr hilfreich

Auf die Frage, ob die positiven Möglichkeiten der Portfolio-Arbeit wegen des Spagats zwischen Lerneratonomie und der Schule als Einrichtung mit strickten Zeit- und Organisationsstrukturen überhaupt noch realisierbar sind,  geht hier Reinhard Donald nicht ein. Aber längere WWW-Projekte ohne diese Methode oder wesentliche Elemente daraus stellt er sich kaum vor.

Zusammenfassung

Die Portfolio-Methode ist also aus dem autonomen Lernen. Von autonomem Lernen sprechen wir, wenn Lernende die zentralen Entscheidungen über ihr Lernen selbst treffen: ob sie lernen wollen, was, wie, wo, wann, mit wem, welche Materialien sie zum Lernen verwenden, welche Lernstrategien sie einsetzen, wie sie kontrollieren, ob sie erfolgreich gelernt haben. Da kann man die Bedenken von Reinhard Donath nur teilen, dass es in unserem Schulalltag, wo alles durch Lehrpläne, Rahmenrichtlinien, Schulbücher, Planungen des Lehrers und andere Vorgaben fremdbestimmt ist, überhaupt noch realisierbar ist.  Das Ziel ist aber so anlockend, dass wir dennoch immer wieder prüfen müssen, „ob gesetzte Rahmen  wirklich so eng sind, wie wir manchmal glauben, und wie sie geöffnet sein können“ (Rampillon). Ein fruchtbarer Weg zur Lernerautonomie ist die Berücksichtigung der bisherigen Lernerfahrungen und damit des Wissens über Lernstrategien in Lernmaterialien und im Unterricht. Die Portfolio-Methode ermöglicht uns diesen Weg. Aus meiner Unterrichtspraxis kann ich behaupten, dass die Lernenden mit Portfolio Instrumente an die Hand bekommen, um ihren Lernfortschritt zu evaluieren und daraus Konsequenzen für den weiteren Lernprozess zu ziehen.

Die Chance, dass Lernende von dieser Arbeitsform profitieren,  ist umso höher, je mehr Gelegenheit zum Reflektieren und zum Vergleichen mit anderen Lernenden gegeben ist.

Hier liegt meine Erwartung von diesem Modul des MMF3: die Kompetenz für diese aktuelle Aufgabe des Lehrers weiter zu entwickeln.


Der 20. Februar 2010

In zwei Tagen ist der MME3-Herbstkurs 2009 zu Ende. Mein Lerntagebuch habe ich vernachlässigt. Diese Arbeitsform liegt mir nicht nah zum Herzen. Ich arbeite mit großem Vergnügen an den Aufgaben des Kurses, vergesse dabei an die Zeit, sitze am Computer bis spät in die Nacht und lerne dabei  sehr viel Neues. Aber es gelingt mir nicht,  diese Arbeit jedes Mal zu evaluieren. Wie schwer mir das fällt, kann man auch daraus schlussfolgern, dass ich erst jetzt die Aufgabe des ersten Moduls „Evaluation der Potfolioarbeit“ erledige.

Evaluation der Portfolioarbeit

Die Idee der Kursleitung

  • die Portfolio-Methode kennen lernen
  • die Portfolio-Arbeit während dieses Moduls selber praktizieren
  • die  Erfahrungen mit der Portfolio-Arbeit evaluieren und austauschen

ist didaktisch ausgezeichnet realisiert. Durch die 1. Einheit „Die Methode der Portfolioarbeit kennen lernen“ konnte ich die pädagogischen Zielsetzungen dieser Arbeit für mich nochmal klar machen.     Ich bin zur folgenden Erkenntniss gekommen:

Die Chance, dass Lernende von dieser Arbeitsform profitieren,  ist umso höher, je mehr Gelegenheit zum Reflektieren und zum Vergleichen mit anderen Lernenden gegeben ist.

Daraus konnte ich mein persönliches Arbeitsziel ableiten:  die Kompetenz für diese aktuelle Aufgabe des Lehrers weiter entwickeln.

Gerade in diesem Aspekt habe ich mein Arbeitsziel erreicht. Durch den didaktichen Aufbau der 2. Einheit habe ich gelernt, wie man als Lehrer beim Planen der Arbeit an einem bestimmten Thema  („Deutschpop“) Sittuationen zum Reflektieren und zum Vergleichen schaffen kann. In diesem Sinne war es für mich wichtig, die Möglichkaiten, die dazu die Moodle-Lernplattform anbietet, kennen zu lernen.

Erfahrungen, die ich während der praktischen Ausführung der Aufgaben gesammelt habe:

  • die Aufgabenstellung soll motivieren und ein konkretes Produkt als Endergebniss voraussehen
  • das Arbeitsmaterial, das den Lernenden zur Verfügung gestellt wird,  soll klar, deutlich und verständlich sein
  • das Arbeitsmaterial soll die möglichen Vorgehensweisen erläutern
  • man soll den Lernenden einen freien Raum schaffen, damit sie selbst Enscheidungen in Bezug auf das Lernen treffen könnten (Inhalt, Vorgehensweise  u.a.)
  • Gruppenarbeit muss man praktizieren, aber damit rechnen, dass sie nicht immer funktionieren kann
  • Präsentationsformen sollen den Lerneden auch zur Wahl gestellt werden.  Sehr gut ist es, wenn sie von den Bewertungskriterien begleitet werden.

Woran ich weiter arbeiten möchte: über die Rolle des Lerntagebuches in der Portfolio-Arbeit nachdenken.

Außerdem möchte ich meinen Dank aussprechen:

  • meinen KollegInnen für die Erfahrungen, die ich während der Zusammenarbeit gesammelt habe; ein besonderes Dankeschön an Eva Reinbacher für die Hilfe und Geduld
  • der Kursleitung für die vorbildliche Organisation der Arbeit

 

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Über Alexander Grintsevich

Deutschlehrer am pädagogischen College in Krasnoufimsk, Russland.

Diskussionen

Ein Gedanke zu “MMF 3

  1. Lieber Alexander,

    ich vermisse deine Notizen in deinem Lerntagebuch. Lange nichts hier geschreiben… (Kleine Erinnerung an die Aufgabe 1, Modul 2 z.B. :-))

    Liebe Grüße
    K.

    Verfasst von Karmelka | 18.01.2010, 10:25 am

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